Weltweit erster industrieller Quantensensor: Q.ANT zeigt Quantensensoren im Einsatz

Sen­sor­mes­sun­gen ermög­li­chen durch Quan­ten­ef­fek­te neue Anwen­dun­gen in der Che­mie- und der Halb­lei­ter­indus­trie, sowie im Maschi­nen- und Anla­gen­bau // Mit Hil­fe von Quanten­technologie las­sen sich Grö­ße, Form und Geschwin­dig­keit von Mikro­par­ti­keln gleich­zei­tig messen

Stuttgart/Hannover, 23. Mai 2022 — Das Stutt­gar­ter Start-up Q.ANT, eine hun­dert­pro­zen­ti­ge Toch­ter des Hoch­tech­no­lo­gie­un­ter­neh­mens TRUMPF, zeigt auf der Han­no­ver Mes­se die welt­weit ers­ten indus­triefä­hi­gen Quanten­sensoren im Ein­satz. Die gezeig­ten Par­ti­kel­sen­so­ren ermög­li­chen Mes­sun­gen von Par­ti­keln in Gasen, Flüs­sig­kei­ten oder Pul­vern, die mit heu­ti­ger Mess­tech­no­lo­gie nicht mög­lich sind. Tech­no­lo­gi­sches Herz­stück die­ser Sen­so­ren sind gezielt erzeug­te Quan­ten­ef­fek­te in ange­reg­tem Licht, mit deren Hil­fe Mikro­par­ti­kel in ein und der­sel­ben Mes­sung auf ihre Grö­ße, ihre Form und ihre Geschwin­dig­keit ana­ly­siert wer­den kön­nen. Mit Hil­fe die­ser Mes­sun­gen las­sen sich Infor­ma­tio­nen gewin­nen, die neue Anwen­dun­gen in der Halb­lei­ter­indus­trie, der Che­mie­in­dus­trie und im Maschi­nen- und Anla­gen­bau ermög­li­chen. Die Quanten­sensoren von Q.ANT nut­zen bereits meh­re­re Unter­neh­men aus die­sen Bran­chen zu Test­zwe­cken. Auf der Han­no­ver Mes­se zeigt Q.ANT nun erst­mals gleich zwei Anwen­dun­gen der indus­triefä­hi­gen Quanten­sensoren im Einsatz: 

Kaf­fee­pul­ver-Mes­sung für einen Lebens­mit­tel­kon­zern (Hal­le 2, Stand A22)

Gemein­sam mit dem Sen­sor­spe­zia­lis­ten SICK prä­sen­tiert Q.ANT einen Quan­ten­sen­sor, der von Lebens­mit­tel­her­stel­lern zur Qua­li­täts­prü­fung von Kaf­fee genutzt wer­den kann. Der Sensor misst Grö­ße und Form der Kör­nung, die für die ver­schie­de­nen Geschmacks­rich­tun­gen des Kaf­fees eine ent­schei­den­de Rol­le spie­len. Mit Hil­fe des Quan­ten­sen­sors kön­nen Kaf­fee­her­stel­ler beim indus­tri­el­len Mah­len des Kaf­fees kon­ti­nu­ier­lich die Kör­nung über­prü­fen und das gewünsch­te Qua­li­täts­er­geb­nis erzie­len. Zusam­men mit einem Lebens­mit­tel­kon­zern konn­ten bereits ent­spre­chen­de Pul­ver­mes­sun­gen durch­ge­führt wer­den. Durch den welt­wei­ten Ver­trieb von SICK soll der Sensor künf­tig in wei­te­ren Anwen­dun­gen der Nahrungsmittelindustrie‑, ins­be­son­de­re in der pul­ver­ver­ar­bei­ten­den, zum Ein­satz kommen. 

Mes­sung von Bio­mas­se im Algen­re­ak­tor von Festo (Hal­le 6)

Der Steue­rungs- und Auto­ma­ti­sie­rungs­spe­zia­list Festo zeigt auf der Han­no­ver Mes­se einen Algen­re­ak­tor, der mit Hil­fe des Quan­ten­sen­sors von Q.ANT prä­zi­se und in Echt­zeit Aus­kunft über das Wachs­tum der Orga­nis­men im Inne­ren der Anla­ge erhält. Die Algen wer­den dem Sensor dafür auto­ma­ti­siert und kon­ti­nu­ier­lich durch spe­zi­el­le mikro­flui­di­sche Kom­po­nen­ten von Festo zuge­lei­tet, bei­spiels­wei­se Pum­pen zur prä­zi­sen Steue­rung kleins­ter Flüs­sig­keits­men­gen. Der Quan­ten­sen­sor ist in der Lage, ein­zel­ne Zel­len optisch zu ana­ly­sie­ren, sodass die Men­ge der Bio­mas­se exakt ermit­telt wer­den kann. Zusätz­lich unter­sucht er die Zel­len mit Hil­fe von künst­li­cher Intel­li­genz auf ihre Vita­li­tät. Mit Hil­fe des Quan­ten­sen­sors ist es mög­lich, vorraus­schau­end auf Pro­zesser­eig­nis­se, zum Bei­spiel gerin­ge­res Wachs­tum, zu reagie­ren und regelnd ein­zu­grei­fen, um ein schnel­le­res und siche­res Wachs­tum der Algen zu ermöglichen. 

Bereits bei ihrer natür­li­chen Pho­to­syn­the­se im Frei­en sind Algen äußerst effi­zi­ent und bin­den zehn­mal mehr Koh­len­di­oxid (CO2) als Land­pflan­zen. In Bio­re­ak­to­ren mit ent­spre­chen­der Sen­so­rik, Rege­lungs­tech­nik und Auto­ma­ti­sie­rung kann die Effi­zi­enz der Algen auf das Hun­dert­fa­che von Land­pflan­zen gestei­gert wer­den. Die so ent­stan­de­nen Stof­fe las­sen sich unter ande­rem als Aus­gangs­ma­te­ri­al für Phar­ma­zeu­ti­ka, Ver­pa­ckun­gen oder Kos­me­ti­ka ver­wen­den und schließ­lich kli­ma­neu­tral rückführen. 

Q.ANT: Füh­ren­des Unter­neh­men im Bereich Quantencomputerchips

Q.ANT ist eines der füh­ren­den deut­schen Unter­neh­men bei indus­tri­el­len Pro­duk­ten, die auf Quanten­technologie basie­ren. Erst vor weni­gen Mona­ten hat das Start-Up aus Stutt­gart ein Photonik-Chip-Ver­fah­ren vor­ge­stellt, durch das sich die heu­te eta­blier­ten elek­tro­ni­schen Groß­rech­ner schon in weni­gen Jah­ren um Pro­zes­so­ren erwei­tern las­sen, die mit moderns­ter Quanten­technologie arbei­ten. Um eine Demons­tra­ti­ons- und Test­an­la­ge für pho­to­ni­sche Quan­ten­com­pu­ter- Chips auf­zu­bau­en, lei­tet Q.ANT seit März 2022 ein Kon­sor­ti­um mit einem Start- Bud­get von 50 Mil­lio­nen Euro – davon stam­men rund 42 Mil­lio­nen Euro vom Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Bil­dung und Forschung. 

Über TRUMPF

Das Hoch­tech­no­lo­gie­un­ter­neh­men TRUMPF bie­tet Fer­ti­gungs­lö­sun­gen in den Berei­chen Werk­zeug­ma­schi­nen und Laser­tech­nik. Die digi­ta­le Ver­net­zung der pro­du­zie­ren­den Indus­trie treibt das Unter­neh­men durch Bera­tung, Platt­form- und Soft­ware­an­ge­bo­te vor­an. TRUMPF ist Tech­no­lo­gie- und Markt­füh­rer bei Werk­zeug­ma­schi­nen für die fle­xi­ble Blech­be­ar­bei­tung und bei indus­tri­el­len Lasern. 2020/21 erwirt­schaf­te­te das Unter­neh­men mit rund 14.800 Mit­ar­bei­tern einen Umsatz von 3,5 Mil­li­ar­den Euro (vor­läu­fi­ge Zah­len). Mit mehr als 80 Toch­ter­ge­sell­schaf­ten ist die Grup­pe in fast allen euro­päi­schen Län­dern, in Nord- und Süd­ame­ri­ka sowie in Asi­en ver­tre­ten. Pro­duk­ti­ons­stand­or­te befin­den sich in Deutsch­land, Frank­reich, Groß­bri­tan­ni­en, Ita­li­en, Öster­reich und der Schweiz, in Polen, Tsche­chi­en, den USA, Mexi­ko und China. 
Wei­te­re Infor­ma­tio­nen über TRUMPF fin­den Sie unter http://www.trumpf.de.

Über Q.ANT

Q.ANT ist ein 2018 als Teil der TRUMPF Grup­pe gegrün­de­tes High­tech Start-Up. Die Visi­on von Q.ANT ist es die Qua­li­tät zu ver­bes­sern, wie Maschi­nen ihre Umge­bung wahr­neh­men, wie Men­schen Infor­ma­tio­nen ver­ar­bei­ten und die Art und Wei­se wie wir den­ken. Dafür ent­wi­ckelt Q.ANT Quanten­sensoren und Quan­ten­com­pu­ter­chips basie­rend auf sei­nen Pho­to­nic Quantum Framework.